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Wenig beachtet – teuer bezahlt: industrielle Kennzeichen.

von Lucia Oberhollenzer, am 03.09.19 11:48

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie Ihr Alltag ohne Beschilderung im Straßenverkehr oder in Ihrer Produktion aussehen würde? Die Industrieproduktion ist ohne den Einsatz von Kennzeichen nicht vorstellbar! Und ehrlich gesagt: Kennzeichen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken! 

Dabei muss man fairerweise zugeben: Kennzeichen aus unterschiedlichen Materialien, die unterschiedliche Inhalte tragen, um für Sicherheit, Orientierung, Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu sorgen, erzeugen bei niemandem Freudensprünge.

Industriell-Kennzeichnen

Für Konstrukteure, Planer, Betriebs-, Technische Leiter, Werkstatt-Leiter, Projektleiter bis hin zum Anwender sind sie ein notwendiges Übel; für Einkäufer, Controller und Kaufleute eine lästige Angelegenheit im Geschäftsalltag. Im Maschinen- und Anlagenbau ist man froh, wenn das Thema „Kennzeichnung“ irgendwie funktioniert; frei nach dem Motto „Never change a running system“.

Warum ein Blog über das Kennzeichnen?

 

Die industrielle Kennzeichnung mit der Beschaffung und Herstellung von Kennzeichen gehört mit zu den „lästigen Nebensächlichkeiten“ des Maschinen- und Anlagenbaus. Dabei sind Kennzeichen sehr wichtig und in unserem Leben unverzichtbar:

Typenschilder, Kabelschilder und Ronden, Taster- und Einlegeschilder, Sicherheitskennzeichen, Rohrleitungsschilder und andere Schilder – sie orientieren, sorgen für Sicherheit, erleichtern Prozesse und gehören zum Maschinenbau dazu.

Oft passiert es gerade im Maschinen- und Anlagenbau, dass auf fehlende Kennzeichen oder eine entsprechende Nachbeschilderung gewartet werden muss. Bis alle benötigten Kennzeichen hergestellt und entsprechend montiert sind und eine Anlage somit abnahmefertig sowie auslieferungsfertig dasteht, vergeht viel Zeit und es wird einiges an Geld ausgegeben.

In unseren Blog-Reihen wollen wir Ihnen zukünftig zur Verfügung stellen:

  • Alles rund um das Thema industrielle Kennzeichnung.
  • Wir geben Ihnen wertvolle Hinweise mit an die Hand und stellen Fragen, die für Sie wichtig sind, damit Sie für sich eine gute Entscheidung treffen können, wenn es um das Thema Kennzeichnen geht.
  • Wir wollen Verständnis für das Thema schaffen und unser Know-how mit Ihnen teilen.
  • Wir berichten über die Themen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Effizienz-Potentiale.
  • Sie bekommen einen Überblick über Ihre Möglichkeiten beim Kennzeichnen.
  • Sie erfahren Neues über Trends und Entwicklungen in der Kennzeichnung.
  • Unsere Lern-Erfahrungen.
  • Profitieren Sie von unserem Wissen und entscheiden Sie für sich, welche Möglichkeiten und Hilfestellungen Sie nutzen möchten.
  • In unserem Blog werden wir Ihnen alle Fragen rund um das industrielle Kennzeichnen beantworten - dabei wollen wir strategische Themen mit Ihren alltäglichen Themen verbinden, z.B.:

Was sollten Sie beachten und welche Fragen sollten Sie beantworten bis ein fertiges Kennzeichen zum Einsatz kommt?

  • Welche Inhalte sollen auf dem Kennzeichen dargestellt werden (Farben, Zahlen, Ziffern, Buchstaben, Symbole, Grafiken)?
  • Sollen wechselnde Inhalte auf dem Kennzeichen dargestellt werden?
  • Soll das Kennzeichen mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet werden (2D-Codes, RFID)?
  • Wie soll das fertige Kennzeichen später montiert werden?
  • Welchen Anforderungen/Belastungen ist das/sind die Kennzeichen ausgesetzt?

Weitere spannende Fragen:

  • Werden in verschiedenen Abteilungen Kennzeichen benötigt?
  • Wie wird dieser Parallelaufwand organisiert?
  • Gibt es eine Abteilung bzw. Stelle, die das Thema „Kennzeichnung“ organisiert?

Was ist unter „industriellem Kennzeichnen“ zu verstehen?

Der PrintoLUX-Fokus liegt auf der „Mediumskennzeichnung“

In der Regel wird alles unter ein Dach gepackt und über das „industrielle Kennzeichnen“ geredet. Dass dabei grundsätzlich zwischen Direkt- und Mediumskennzeichnung zu unterscheiden ist, wird kaum beachtet.

Direktkennzeichnung

Bei der Direktkennzeichnung/-beschriftung wird die Beschriftung/Markierung direkt auf Maschinenteile, Produkte oder andere zu kennzeichnende Gegenstände aufgebracht. Es dient dem Plagiatsschutz sowie der komplexen Logistik für Ersatz-/Nachlieferungen.

Mediumskennzeichnung

Bei der Mediumskennzeichnung kommt ein Zwischenmedium, das sogenannte Trägermedium (Metalle, Kunststoffe, Folien), zum Einsatz. Dieses wird erst nach der Beschriftung/Markierung in einem zweiten Schritt auf dem zu kennzeichnenden Gegenstand auf-/angebracht (klebend, nieten, schrauben, clippen).

Resümee: Überall dort, wo Maschinen und Anlagen gebaut sowie betrieben werden, ist die Mediumskennzeichnung unverzichtbar und Bestandteil des Prozesses.

Kennzeichnungsaufgaben werden anspruchsvoller

Bestehende Prozesse sowie zum Einsatz kommende Verfahren zur Kennzeichenherstellung sind zu prüfen und unter Umständen zu verändern oder anzupassen.

Wenn man dabei ist, die Kennzeichnungsstrategie im Unternehmen zu überdenken, möglicherweise anzupassen und in die Kennzeichnungsthematik einsteigt, sehen Sie sich mit einer ganzen Reihe von Fragen konfrontiert:

  • Wie ist der aktuelle Prozess? Eigenfertigung, externe Fertigung … i.d.R. ist es wohl eine Kombination.
  • Welchen Anforderungen/Belastungen sind die Kennzeichen ausgesetzt (Öle, Fette, Eisreinigung, EX-Schutz, lackbenetzungsstörungsfrei (LABS-frei) …?
  • Welche/s Kennzeichnungsverfahren sind die/ist das passende/geeignete für Ihr Unternehmen und Ihre Anwendungsfälle? Kann ggf. mit bereits vorhandenen Prozessen, Verfahren weitergearbeitet werden?
  • Gibt es Verfahren, die ggf. für alle Kennzeichnungsaufgaben geeignet sind?
  • Gibt es interne/externe Vorgaben in Form von Kennzeichnungsvorschriften, die es zu beachten gilt (ggf. kundenseitige Vorgaben (nicht selten sind OEM (Fahrzeughersteller) hier sehr restriktiv))?
  • Gibt es einen externen Experten, dem ich die Aufgabe „Kennzeichnen“ komplett übergeben könnte, der ein Konzept ausarbeitet, mich berät und dann noch die Umsetzung aktiv begleitet?
  • Mechanische Gravur, Siebdruck oder die Lasergravur? Oder doch das PrintoLUX®-Verfahren, das Eloxal-Unterdruck-Verfahren, einen Nadel-/Ritzmarkierer, den UV-Direktdruck, den Solvent-Druck, den Thermotransferdruck oder einen Stift-Plotter?
  • Auch die einzelnen Herstellungsverfahren mit ihren Vor- und Nachteilen werden in diesem Blog thematisiert; Grundlage hierfür ist das 2018 im Springer Vieweg erschienene Fachbuch „Herstellungsverfahren für die industrielle Kennzeichnung – Eine aktuelle Übersicht und Entscheidungshilfe für den Anlagen- und Maschinenbau“.

Trends und Marktanforderungen in der industriellen Kennzeichnungsbranche

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In der industriellen Kennzeichnungsbranche hat sich die letzten Jahre einiges getan. Das Anforderungsprofil der industriellen Kennzeichnung hat sich in kurzer Zeit deutlich verändert. Inhalte haben neue Aufgaben übernommen, z. B. 2D-Codes (QR-Codes, DataMatrix-Codes) als Kommunikationsbrücke zwischen Mensch und Maschinen, aber auch zwischen zwei Maschinen; Sprachvarianten und Symbole zeigen sich vielfältiger; Schildmaterialien werden flexibler (Metalle, Kunststoffe & Folien) und Darstellungen werden in Farbe, großer Präzision und mit hoher Beständigkeit erwartet.

Konventionelle/klassische Herstellungsverfahren wie die mechanische Gravur oder der Siebdruck werden dabei immer öfter durch moderne/zeitgemäße/flexible Verfahren wie die Lasergravur und/oder dem PrintoLUX®-Verfahren ersetzt, da sie die neuen Anforderungen nur eingeschränkt und zum Teil überhaupt nicht erfüllen können und den aktuellen Anforderungen damit nicht mehr entsprechen.

Immer häufiger ihren Einsatz findet die RFID-Technologie in Kombination mit klassischen Kennzeichen-Inhalten sowie 2D-Codes.

Voller Potenzial für die Kennzeichnungsbranche ist der 3D-Druck. Bisher werden Kennzeichen aus unterschiedlichen Schildmaterialien hergestellt, indem sie gestanzt, gefräst oder mittels manueller Schneidetechnik gefertigt werden. Erst in einem nächsten Schritt werden sie mit den entsprechenden Inhalten beschriftet. Mithilfe des 3D-Drucks könnten die Kennzeichen in einem einzigen Arbeitsschritt gefertigt werden. Die industrietaugliche Beständigkeit müsste auch gegeben sein.

Bisher werden Kennzeichen aus dem 3D-Druck noch nicht realisiert, da die Produktion noch unverhältnismäßig teuer ist.

Die Wirtschaftlichkeit stets im Blick

Beim Einsatz der passenden Verfahren lassen sich im Vergleich zu aktuellen Herstellungsverfahren/-Prozessen deutlich Kosten sparen. Hätten Sie das gedacht? Normalerweise würde man doch denken: Mehr Leistung heißt gleichzeitig höhere Kosten. Das Gegenteil ist der Fall! Beim Einsatz der passenden Verfahren lassen sich sogar deutlich Kosten sparen. Hier ein Beispiel:

Grafik-Preisvergleich

Erfahren Sie mehr in unseren "Wieso? Weshalb? Warum?" PrintoLUX®-Erklärvideos, unter anderem zu dem Thema Wirtschaftlichkeit.

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Themen:WirtschaftlichkeitIndustrielles Kennzeichnen