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Arten industrieller Kennzeichen – Kabelschilder, Typenschilder u. v. a.

von Lucia Oberhollenzer, am 21.09.20 08:26

Kennzeichnungsaufgaben im Bereich der industriellen Kennzeichnung sind vielfältig. Zu den typischen Anwendungen im Bereich der Mediumskennzeichnung gehören u. a.:

  • Kabelschilder
  • Sicherheitskennzeichen
  • Betriebsmittelkennzeichen
  • Gefahrstoffkennzeichen
  • Typenschilder
In diesem Blog-Beitrag stellen wir eine Auswahl verschiedener Arten von industriellen Kennzeichen vor.

Das kostenlose Factsheet können Sie hier herunterladen.

Betriebsmittelkennzeichen

Alle Objekte, die im Produktionsprozess eine Funktion wahrnehmen und in der Summe technische Systeme bilden, können und müssen aus unterschiedlichen Gründen gekennzeichnet werden. Die hierbei zum Einsatz kommenden Kennzeichen werden Betriebsmittelkennzeichen genannt. Die Betriebsmittelkennzeichen werden auch als Referenzkennzeichen bezeichnet. 

Die gebräuchliche Abkürzung für Betriebsmittelkennzeichen lautet BMK.

Gefahrstoffkennzeichen

Fließen durch Rohre Gefahrstoffe, muss die Kennzeichnung der Rohrleitungen durch Gefahrensymbole ergänzt werden. Die Gefahrensymbole folgen dabei dem „Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals” (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien der Vereinten Nationen, das die Grundlage einer weltweit gültigen Symbolreihe bildet, die auf gefährliche Stoffe und Gemische hinweist.

Die GHS-Gefahrenpiktogramme bestehen aus rot umrandeten Rauten mit schwarzen Symbolen auf weißem Hintergrund. 

Die Gefahrstoffkennzeichen müssen auf der entgegengesetzten Seite der Durchflussrichtung angebracht werden.

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Kabelkennzeichen

Wie die Bezeichnung vermuten lässt, kommen Kabelkennzeichen, umgangssprachlich auch allgemein als Kabelschilder bezeichnet, dort zum Einsatz, wo Kabel sauber getrennt voneinander beschriftet und separiert werden müssen. Außerdem sorgen Kabelkennzeichen für eine Nachvollziehbarkeit der einzeln beschrifteten Kabel und schaffen somit einen Wiederkennungswert für einen späteren Zeitpunkt.

Die verschiedenen Formen/Bezeichnungen der Kabelkennzeichen:

  • Kabelschilder (Umgangssprache)
  • Kabelfahnen
  • Kabelkennzeichnungsring
  • Kabeletiketten

Rohrleitungskennzeichen

Die Norm DIN 2403 beschreibt 10 Hauptgruppen an Medien, mit denen nicht verlegte Rohrleitungen zu kennzeichnen sind:

  • Sauerstoff
  • Dampf
  • Brennbare Gase
  • Nichtbrennbare Gase
  • Brennbare Flüssigkeiten
  • Nichtbrennbare Flüssigkeiten
  • Säuren
  • Laugen
  • Luft
  • Wasser

Die Durchflussrichtung ist durch einen Pfeil zu kennzeichnen, wobei Rohrleitungskennzeichen zum Einsatz kommen. Diese werden auch als Rohrleitungsbänder oder Pfeilschilder bezeichnet. 

Die Kennzeichen sind dauerhaft entlang der gesamten Rohrleitung (empfehlenswert ist ein maximaler Abstand zwischen den Kennzeichen von 10 Metern) an allen betriebswichtigen und gefahrenträchtigen Punkten (Anfang, Ende, Wanddurchführungen, Abzweigungen, Verteilersysteme, Messsensoren, Armaturen) anzubringen.Die Größe der Kennzeichnung und die damit verbundene Schriftgröße richten sich nach der erforderlichen Erkennungsweite.

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Ronden

Ronden sind Kennzeichen in einem runden Format. Neben ihrer Funktion als Kennzeichnungsform kommen sie auch zum Einsatz als:

  • Unterlegscheibe
  • Abstandhalter

Sicherheitskennzeichen

Die Globalisierung wirtschaftlicher Aktivitäten wird auch an den Sicherheitsbestimmungen für Arbeitsstätten sichtbar. Entsprechende Maßgaben haben zunehmend internationale Gültigkeit. Was für die Sicherheitsbestimmungen zutrifft, gilt in gleichem Maß auch für Sicherheitskennzeichen.

Deshalb folgen Hinweis- und Sicherheitskennzeichen in Unternehmen gesetzlichen Bestimmungen (Norm DIN EN ISO 7010, Technische Regel für Arbeitsstätten (ASR A1.3)), um die körperliche Unversehrtheit und Gesundheit von Mitarbeitern sicherzustellen.

Da sich insbesondere in Produktionsbetrieben mit der Vielzahl dort wirksam werdender Kräfte entsprechend große Gefährdungspotenziale verbinden, ist der Einsatz von Sicherheitskennzeichen in unterschiedlichster Art notwendig.

Unterschieden wird zwischen vier Arten von Sicherheitskennzeichen:

  • Gebotsschilder
  • Gefahrenschilder
  • Vorsichtsschilder
  • Warnschilder

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Taster- und Einlegeschilder

Taster- und Einlegeschilder kommen in verschiedensten Apparaturen und Bedienelementen zum Einsatz. Sie existieren in unzähligen, oft unternehmensspezifischen Ausführungen. Neben Standardinhalten sind auch oft individuelle Inhalte zu sehen. Befestigt werden diese Kennzeichen durch ein Einclipsen in einem Schildhalter oder durch Kleben.

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Typenschilder

Typenschilder, auch als Leistungsschild oder Herstellerschild bezeichnet, identifizieren, klassifizieren und beschreiben das zu kennzeichnende Produktionsmittel bzw. das zu kennzeichnende Produkt. Die Kennzeichnung entspricht dabei häufig einer gesetzlichen Vorschrift oder einer gesetzlichen Norm.

Anfänglich dienten Typenschilder im Maschinenbau der Darstellung von Leistungsdaten einer Maschine. Seit 2009 müssen laut Maschinenrichtlinie 2006/42/EG folgende Informationen ebenfalls lesbar und dauerhaft auf Maschinen angebracht werden:

  • Firmenname und Anschrift des Herstellers
  • Bezeichnung der Maschine
  • CE-Kennzeichnung
  • Typen- oder Baureihenbezeichnung
  • Seriennummer (falls vorhanden)
  • Baujahr (= Fertigstellung der Maschine bzw. der Anlage)
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Themen:Industrielles KennzeichnenKennzeichenarten