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Gefahrstoffkennzeichen nach GHS/CLP

von Lucia Oberhollenzer, am 14.12.20 08:15

Rohrstoffkennzeichen kennzeichnen Rohre, die aufgrund ihres Durchflussstoffes gekennzeichnet werden müssen. Handelt es sich bei diesen Durchflussstoffen um Gefahrstoffe, muss die Kennzeichnung der Rohrleitungen durch Gefahrensymbole ergänzt werden.

GHS – Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals

Die Gefahrensymbole folgen dabei dem „Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals” (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien der Vereinten Nationen, das die Grundlage einer weltweit gültigen Symbolreihe bildet, die auf gefährliche Stoffe und Gemische hinweist.

CLP – Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Die seit 2009 geltende CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging) setzt das „Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals” auf EU-Ebene um. Sie ersetzt damit die Richtlinie 67/548/EWG (Stoffrichtlinie) sowie die Richtlinie 1999/45/EG (Zubereitungsrichtlinie). Durch ihr Inkrafttreten änderte die CLP-Verordnung außerdem Teile der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH), die sich oft auf sie bezieht.

Inhalt und Angaben auf dem Kennzeichen

Die GHS-Gefahrenpiktogramme bestehen aus rot umrandeten Rauten mit schwarzen Symbolen auf weißem Hintergrund. Folgende Piktogramme gibt es:

      • GHS01: Explosionsgefahr
      • GHS02: entzündlich
      • GHS03: brandfördernd
      • GHS04: komprimierte Gase
      • GHS05: ätzend Kat. 1
      • GHS06: giftig Kat. 1-3
      • GHS07: giftig Kat. 4 (gesundheitsschädlich), Ätz- oder Reizwirkung Kat. 2, niedrigere systemische Gesundheitsgefährdung
      • GHS08: systemische Gesundheitsgefährdungen
      • GHS09: umweltgefährlich
        (Quelle: https://www.reach-compliance.ch/ghsclp/neuegefahrenpiktogramme/)

Der mit einem Gefahren-Piktogramm verbundene relative Gefährdungsgrad wird im GHS-System durch Signalwörter angegeben:

            • Gefahr: für ernsthaftere (höhere) Gefahrenkategorien
            • Achtung: für weniger schwerwiegende (tiefere) Gefahrenkategorien

printolux-gefahrstoffkennzeichen

Anbringung der Kennzeichen – Unfallverhütung, Gesundheitsschutz und Sicherheit

Die Gefahrstoffkennzeichen müssen auf der entgegengesetzten Seite der Durchflussrichtung angebracht werden.

Die Kennzeichen sind dauerhaft entlang der gesamten Rohrleitung (empfehlenswert ist ein maximaler Abstand zwischen den Kennzeichen von 10 Metern) an allen betriebswichtigen und gefahrenträchtigen Punkten anzubringen. Dazu zählen u. a.:

            • Anfang
            • Ende
            • Wanddurchführungen
            • Abzweigungen
            • Verteilersysteme
            • Messsensoren
            • Armaturen

Die Größe der Kennzeichnung und die damit verbundene Schriftgröße richten sich nach der erforderlichen Erkennungsweite.

Bei einer korrekten Gefahrstoffkennzeichnung muss nicht nur auf die richtige Beschriftung, sondern auch auf das passende Material geachtet werden. Dabei sind die Temperaturen der Rohre sowie äußere Einflüsse, z. B. durch das Wetter, UV-Strahlungen oder Chemikalien, zu berücksichtigen.

Fertigung der Kennzeichen – Verfügbarkeit, Flexibilität, Beständigkeit und mehr

Das zur Fertigung der Kennzeichen eingesetzte Kennzeichnungsverfahren sollte folgende Punkte ermöglichen:

            • Zeitnahe Verfügbarkeit bzw. Just-in-time-Produktion
            • Industrietauglich hohe Beständigkeit
            • Beliebige und wechselnde Formate
            • Beliebige und wechselnde Inhalte
            • Flexibilität der einzusetzenden Schildmaterialien
            • Einzelschilder oder Seriendruck
            • Sonderausführung für den Einsatz im Freien
            • Unterschiedliche Befestigungsmöglichkeiten (Kleben, Bohren usw.)
            • Inhouse-Produktion, Vor-Ort-Produktion auf Baustellen und Montagen oder als Dienstleistungsbezug

Eine Auswahl an Gefahrstoffkennzeichen-Formaten gibt es hier in unserer Formatübersicht. Einfach downloaden!

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