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Rohrleitungskennzeichen nach DIN 2403

von Lucia Oberhollenzer, am 24.11.20 08:15

Rohrleitungskennzeichen kommen überall dort zum Einsatz, wo Rohre nach ihrem Durchflussstoff gekennzeichnet werden müssen.

Führen Rohre kennzeichnungspflichtige Stoffe nach § 23 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) sind diese nach DIN 2403 zu kennzeichnen. Dadurch können im Schadensfall und bei Wartungsarbeiten mögliche Gefahren schnell erkannt und besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Eine Unterscheidung der Rohrleitungsfarben ist daher im Sinne der sachgerechten Instandhaltung und der wirksamen Brandbekämpfung unerlässlich. Diese Unterscheidung dient dazu, Unfälle und gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

DIN 2403 – Durchflussstoff-Gruppen

Die Norm DIN 2403 beschreibt 10 Durchflussstoff-Gruppen, nach denen nichterdverlegte Rohrleitungen zu kennzeichnen sind:

  • Sauerstoff
  • Wasser
  • Wasserdampf
  • Luft
  • Brennbare Gase
  • Nichtbrennbare Gase
  • Säuren
  • Laugen
  • Brennbare Flüssigkeiten
  • Nichtbrennbare Flüssigkeiten

Die Durchflussrichtung ist durch einen Pfeil zu kennzeichnen, wobei Rohrleitungskennzeichen zum Einsatz kommen. Diese werden auch als Rohrleitungsbänder oder Pfeilschilder bezeichnet. 

printolux-rohrleitungskennzeichen

Inhalt und Angaben auf dem Kennzeichen

Folgende Angaben sind auf dem Kennzeichen Pflicht:

  • Kennzeichnung des Durchflussstoffs anhand der korrekten Gruppen- und Zusatzfarbe
  • Kennzeichnung der Durchflussrichtung mittels eines Pfeils
  • Angaben zum Durchflussstoff (Wortangabe, Formel oder Kürzel)
  • Wenn es sich um einen Gefahrstoff nach dem Chemikaliengesetz handelt, sind entsprechende Gefahrensymbole anzubringen.
  • Wenn es sich um einen radioaktiven Stoff handelt, sind nach § 68 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) entsprechende Warnungen/Kennzeichen anzubringen.
printolux-tabelle-rohrleitungskennzeichen-farben

Tabelle: Beschreibung der jeweiligen Durchflussstoff-Gruppe zugeordneten RAL-Farbe sowie der Schriftfarbe, die für die Beschriftung sowie die Pfeile zu verwenden ist (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/DIN_2403)

Folgende Angaben können auf dem Kennzeichen zusätzlich gemacht werden:

  • Die Angaben können um Betriebszustände ergänzt werden, die den Druck, die Temperatur oder den Aggregatzustand beschreiben.
  • Weitere Sicherheitszeichen oder andere Kenngrößen können aufgebracht werden.

Anbringung der Kennzeichen – Unfallverhütung, Gesundheitsschutz und Sicherheit

Die Kennzeichen sind dauerhaft entlang der gesamten Rohrleitung (empfehlenswert ist ein maximaler Abstand zwischen den Kennzeichen von 10 Metern) an allen betriebswichtigen und gefahrenträchtigen Punkten anzubringen. Dazu zählen u. a.:

  • Anfang
  • Ende
  • Wanddurchführungen
  • Abzweigungen
  • Verteilersysteme
  • Messsensoren
  • Armaturen

Die Größe der Kennzeichnung und die damit verbundene Schriftgröße richten sich nach der erforderlichen Erkennungsweite.

Bei einer korrekten Rohrleitungskennzeichnung muss nicht nur auf die richtige Beschriftung, sondern auch auf das passende Material geachtet werden. Dabei sind die Temperaturen der Rohre sowie äußere Einflüsse, z. B. durch das Wetter, UV-Strahlungen oder Chemikalien, zu berücksichtigen.

Fertigung der Kennzeichen – Verfügbarkeit, Flexibilität, Beständigkeit und mehr

Das zur Fertigung der Kennzeichen eingesetzte Kennzeichnungsverfahren sollte folgende Punkte ermöglichen:

  • Zeitnahe Verfügbarkeit bzw. Just-in-time-Produktion
  • Industrietauglich hohe Beständigkeit
  • Beliebige und wechselnde Formate
  • Beliebige und wechselnde Inhalte
  • Flexibilität der einzusetzenden Schildmaterialien
  • Einzelschilder oder Seriendruck
  • Sonderausführung für den Einsatz im Freien
  • Unterschiedliche Befestigungsmöglichkeiten (Kleben, Bohren usw.)
  • Inhouse-Produktion, Vor-Ort-Produktion auf Baustellen und Montagen oder als Dienstleistungsbezug

Eine Auswahl an Rohrleitungskennzeichen-Formaten gibt es hier in unserer Formatübersicht. Einfach downloaden!

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Themen:Industrielles KennzeichnenKennzeichenarten