Menu
Kontakt
Katalog bestellen

5 Tipps – Der einfache Weg zum Kennzeichen

von Lucia Oberhollenzer, am 18.10.19 14:11

Im Maschinen- und Anlagenbau kommen immer mehr anspruchsvolle Kennzeichen zum Einsatz.

Gründe für den Anstieg des Einsatzes von industriellen Kennzeichen:

  • Inhalte und Einsatzgebiete werden immer vielseitiger und umfangreicher,
  • Logistik und Betriebssicherheit stehen vor immer höheren Anforderungen,
  • Wirtschaft und Industrie werden immer internationaler (Mehrsprachigkeit).

Alte Herstellungsprozesse wie der Bezug über externe Dienstleister oder der interne Einsatz der Gravur werden hierbei häufig so lange wie möglich beibehalten, um das Thema nicht in den Fokus zu rücken und sich auf das Kerngeschäft – das Bauen von Maschinen und Anlagen – zu konzentrieren.

In diesem Blog-Beitrag stellen wir Ihnen 5 Tipps vor, die Ihnen dabei helfen, das passende „Kennzeichnungsverfahren” zu ermitteln.

Im Maschinen- und Anlagenbau sind es oft „eingespielte” Prozesse, auf denen die benötigten Kennzeichen bestellt, geliefert, nachbestellt, nachgeliefert und abgerechnet werden. Dabei kommen bis zu vier Abteilungen und ein externer Zulieferer mit 10 unterschiedlichen Arbeitsschritten zum Einsatz.

Oft ist industrielles Kennzeichnen eine zeitraubende, kostenaufwendige Störung der Kerntätigkeit.

Anlagenbeschilderung bei herkömmlicher, externer Kennzeichenherstellung

  1. Die Schildervorlagen müssen durch die Konstruktion/Planung erstellt werden.
  2. Die Daten sind für den Einkauf aufzubereiten.
  3. Der Einkauf hat Angebote anzufragen, einzuholen und zu prüfen.
  4. Der Einkauf hat die Bestellung auszulösen.
  5. Die Schilder werden extern gefertigt.
  6. Die Lieferung erfolgt.
  7. Die Wareneingangskontrolle erfolgt.
  8. Die Kennzeichen werden eingelagert; es erfolgt eine Bestandskontrolle.
    8.1. Die Kennzeichen werden projektbezogen vom Lager angefordert.
    8.2. Gegebenenfalls sind wechselnde Inhalte intern auf das Kennzeichen aufzubringen.
    8.2.1. Die Daten sind vor der Konstruktion abzurufen.
    8.2.2. Der Fertigungsprozess ist zeitlich zu planen.
    8.2.3. Die Inhalte sind aufzubringen.
    8.2.4. Die Kennzeichen sind der Montage bereitzustellen. 
  9. Die Kennzeichen werden nach Bedarf montiert.
  10. Die Buchhaltung erledigt die Rechnungsprüfung sowie die Zahlungsanweisung.

printolux-kennzeichen-externe-herstellung

Können die benötigten Mengen an Kennzeichen nicht mehr nur durch den externen Kennzeichenbezug abgedeckt werden, kommt es häufig zu einem Nebeneinander der externen und internen Kennzeichenherstellung.
Dabei muss bedacht werden, dass egal ob mechanische Gravur, Siebdruck oder andere, herkömmliche Kennzeichnungsverfahren: Eine Anschaffung der entsprechenden Geräte ist teuer, die Handhabung fordert zumeist den Einsatz von Fachpersonal. Nicht selten führt die eng begrenzte Funktionalität der einzelnen Verfahren dann dazu, dass mehrere Verfahren parallel eingesetzt werden und der Aufwand entsprechend steigt.

Die interne Produktion legt dabei meist einmalig fest, welche Kennzeichen weiterhin extern bestellt werden müssen und welche intern gefertigt werden.

Wer auf diese Weise verfährt, übersieht, dass es inzwischen zeitgemäße Verfahren zur Herstellung von Kennzeichen gibt, die mit geringem Aufwand in Produktionsprozesse einzubeziehen sind, eine Just-in-time-Herstellung von Kennzeichen ermöglichen und dem aufwendigen Einsatz mehrerer Herstellungsverfahren nebeneinander ein Ende setzen.

fachbuch-herstellungsverfahren-extern-intern

Quelle: Hermann Oberhollenzer (Hrsg.), „Herstellungsverfahren für die industrielle Kennzeichnung – Eine aktuelle Übersicht und Entscheidungshilfe für den Anlagen- und Maschinenbau“, 2018, Springer-Vieweg-Verlag

Anlagenbeschilderung bei interner Kennzeichenherstellung

Um eine Optimierung des Kennzeichenbeschaffungsprozesses in Angriff zu nehmen, sollte ermittelt werden, welche Kennzeichen benötigt werden.

Wer optimieren will, muss zuerst wissen, was und wie zu kennzeichnen ist.
 
Im Maschinen- und Anlagenbau wird der größte Teil des Kennzeichen-Einsatzes durch Richtlinien und Normen geregelt. Die Sicherheitskennzeichnung, die durch Sicherheitsbeauftragte erfolgt, nimmt dabei einen großen Teil davon ein. Daneben planen und bestellen Konstrukteure die für ihre Maschinen und Anlagen entsprechend benötigten Kennzeichen; Logistik-Experten kümmern sich um Hinweisschilder, Lagerkennzeichen sowie Bezeichnungskennzeichen.

Die Kennzeichenbeschaffung erfolgt in vielen Unternehmen nicht standardisiert; Standorte agieren ohne Abstimmung und ohne verbindlichen Leitfaden.

In Eigenproduktion hergestellte Kennzeichen reduzieren Schnittstellen und damit Aufwand. Die Verfügbarkeit von Kennzeichen ist einfacher und schneller. Prozesse werden vereinfacht und dadurch wird vor allem Arbeitszeit eingespart.

  1. Mittels einer einfachen Standardsoftware sind Druckvorlagen zu erstellen. Symbole, Schriften oder Codes – alles ist machbar. Selbst chinesische Schriftzeichen sind mühelos zu applizieren.
  2. Die Kennzeichen werden hergestellt.
  3. Danach sind die Kennzeichen zur Montage bereit.

printolux-kennzeichen-interne-herstellung

Bedarfsbestimmung und Festlegung der Prüfkriterien nach „FEMSQ“

Die Wahl des bedarfsgerechten Herstellungsverfahren steht an zweiter Stelle.

Vorab gibt es fünf Tipps bzw. Kriterien, die zu beantworten/klären sind. Danach hat sich die Anzahl der relevanten Verfahren i. d. R. bereits deutlich reduziert.

  • Flexibilität
  • Einfachheit
  • Mobilität
  • Schnelligkeit
  • Qualität

In der Regel werden ein bis zwei Prüfkriterien priorisiert.

fachbuch-herstellungsverfahren-femsq

Quelle: Hermann Oberhollenzer (Hrsg.), „Herstellungsverfahren für die industrielle Kennzeichnung – Eine aktuelle Übersicht und Entscheidungshilfe für den Anlagen- und Maschinenbau“, 2018, Springer-Vieweg-Verlag

1. Flexibilität

  • Wie viele unterschiedliche Kennzeichenformate und Materialien werden benötigt?
  • Ist das gegebenenfalls mit einem Herstellungsverfahren zu lösen?

2. Einfachheit

  • Lagerhaltung
  • Wartung/Service
  • Software
  • Personalbedarf
  • Arbeitssicherheit – je weniger Aufwand, desto besser

3. Mobilität

  • Wo sollen die Kennzeichen hergestellt werden?
  • Sind bestimmte Rahmenbedingungen für die Räumlichkeiten erforderlich?
  • Sind Ersatz-/Nachbeschriftungen auf Baustellen / in Montage-Situationen erforderlich?

4. Schnelligkeit

  • In welcher Zeit und mit welchem Aufwand können die benötigten Kennzeichen hergestellt werden?
  • Wie zeitlich nah und mengenmäßig exakt ist die Herstellung der Kennzeichen an den Bedarf heranzuführen, um Nach-/Ersatzbeschriftungen zu vermeiden?

5. Qualität

  • Welchen Belastungen sind die Kennzeichen ausgesetzt?
  • Welche Beständigkeiten werden benötigt?
  • Welche Inhalte sind darzustellen? (z. B. 2D-Codes und/oder Farben, Symbole, Grafiken)

Individueller Weg zum industriellen Kennzeichnen

Die iWiK-App gibt Anwendern eine erste Hilfestellung anhand einer 10-Fragen-Liste zu ermitteln, welche/s Herstellungsverfahren ihrem individuellen Bedarf entsprechen/entspricht.

Click me

Eine Branche im Wandel

Bei der Frage nach dem passenden Herstellungsverfahren wandelt sich die Branche der industriellen Kennzeichnung gerade: Über Jahrzehnte sah man hier eine klare Dominanz der Gravur, inzwischen wird sie vielerorts durch Digitaldruck-basierte Verfahren abgelöst. Diese überzeugen durch hohe Beständigkeiten, gute Darstellungsqualitäten, Schnelligkeit sowie einfache Handhabung.

Zu den Siegern des Branchen-Umbruchs der industriellen Kennzeichnung gehört u. a. die Lasergravur sowie das PrintoLUX®-Verfahren. Beide Verfahren überzeugen hinsichtlich der Darstellungsqualität und der industrietauglichen Beständigkeit, die gegeben ist.

Die Lasergravur ist für viele Bereiche und für unterschiedliche Materialien einsetzbar und eignet sich für die Serienproduktion. Einzelstücke und Kleinserien sind mit der Lasergravur nicht wirtschaftlich rentabel herzustellen. Ist beim Einsatz eines Lasersystems Flexibilität der Schildmaterialien und der Schildformate gefordert, sollte mit hohen Investitionskosten gerechnet werden.

Gibt es bei den einzusetzenden Kennzeichen keine geforderte Variabilität des Schildmaterials, kann über den Einsatz des Thermotransferdrucks nachgedacht werden. Dieser bietet sich gerade im Bereich des Etikettendrucks an. Beim Einsatz eines Thermotransferdruckers fallen kaum Investitionskosten sowie Lagerhaltung an; das Drucksystem lässt sich einfach handeln, da kein Fachpersonal oder besonderes Fachwissen notwendig ist. In Sachen Material, Format sowie Farbdarstellungen ist mit Einschränkungen zu rechnen. Auch in der industrietauglichen Beständigkeit müssen Abstriche gemacht werden.

Werden mehrere Faktoren gefordert, kommt das PrintoLUX®-Verfahren zum Einsatz:

  • Flexibilität der einzusetzenden Schildmaterialien (Metalle, Kunststoffe, Folien)
  • Industrietauglich hohe Beständigkeit
  • Fotorealistische Darstellungsqualität
  • Einfache Handhabung
  • Geringe Anschaffungskosten
  • Bedarfsgerechte Produktion
  • Mobilität der Kennzeichnungssysteme

Mobilität als extra Bonus

Beim Einsatz mobiler Kennzeichnungssysteme auf der Baustelle wird die Prozessvereinfachung nochmals deutlicher. Jedes Nachbestellen, jedes Warten und jeder Zeitverzug entfallen. Insbesondere bei Montagen oder Projektübergaben erfahren es Maschinen- und Anlagenbauer als großen Vorteil, ohne jeden Bestellaufwand und Verzug nötige Schildkorrekturen oder Ergänzungen selbst vornehmen zu können. 

Die meisten Kennzeichnungsverfahren sind nur bedingt mobil einsatzfähig.

Haben Sie ein konkretes Kennzeichnungsprojekt? 

Unsere Experten beraten Sie gerne zum Einsatz des PrintoLUX®-Verfahrens in einem unverbindlichen Beratungsgespräch. 

Beratungsgespräch vereinbaren
Themen:WirtschaftlichkeitKennzeichnungsstrategieIndustrielles Kennzeichnen