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Schritt für Schritt: Änderung der Kennzeichenbeschaffung

von Lucia Oberhollenzer, am 13.08.20 08:28

Kennzeichnungsaufgaben in einem Produktionsbetrieb sind sehr vielfältig. Zu den zu kennzeichnenden Bereichen gehören u. a.:

  • Gebäudebeschriftungen
  • Fluchtwegbeschriftungen
  • Brandschutzbeschriftungen
  • Beschriftungen der Produktionsanlagen
  • Beschriftungen der technischen Gebäudeinfrastrukturen
  • Anlagenbeschriftungen
Bei den unterschiedlichen Funktionen, die industriellen Kennzeichen zukommen, finden aktuell deutliche Veränderungen statt. In deren Folge stellt sich die Frage nach einer angemessenen unternehmerischen Organisation der Kennzeichenbeschaffung, ggf. auch nach einem Verfahrenswechsel. 

Aber wo fängt man hier am besten an?

In diesem Blog-Beitrag stellen wir 3 Schritte vor, die das Thema „Änderung der Kennzeichenbeschaffung” voranbringen können.

1. Definition der Gründe ...

... für eine Änderung der Kennzeichenbeschaffung bzw. einen Verfahrenswechsel, der einen Umstieg auf ein anderes Kennzeichnungssystem mit sich bringen kann.

  • Der Einsatz eines (neuen) Verfahrens bzw. eines neuen Kennzeichnungssystems wird durch eine Richtlinie oder einen Kennzeichnungsstandard vorgeschrieben.

An dem bereits bestehenden Kennzeichnungsstandard bzw. am bestehenden werksübergreifenden Konzept kann sich orientiert werden.

  • Das bisher zum Einsatz kommende Gerät bzw. System kann aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr verwendet werden; es wird daher nach Alternativen gesucht. Das neue System kann dabei natürlich auch innovativer und vielfältiger sein.
  • Neue Anforderungen an die Kennzeichen, wie z. B. die Darstellung von 2D-Codes oder die Integration der RFID-Technik, fordern ein leistungsfähigeres Kennzeichnungsverfahren, da das bisherige Kennzeichnungsverfahren diese nicht mehr abbilden kann.
  • Eine fehlende Klarheit bei der Kennzeichenbeschaffung führt zu einer Aufarbeitung der Thematik und somit zur Recherche nach dem optimalsten Kennzeichnungsverfahren.

Schritt 2 und 3 können als Hilfestellung zur Änderung der Kennzeichenbeschaffung bzw. für den Verfahrenswechsel genutzt werden.

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2. Fragen zur Änderung der Kennzeichenbeschaffung

Folgende Fragen können dabei helfen, die aktuellen Situation der Kennzeichenbeschaffung zu ermitteln, und können zusätzlich als Hilfestellung bei der Änderung der Kennzeichenbeschaffung bzw. beim Verfahrenswechsel nützlich sein.

2.1 Beschaffung der Kennzeichen

  • Auf welchem Weg werden die Kennzeichen bisher beschafft: intern oder extern?
  • Wie lange beträgt die Lieferzeit bei externer Herstellung?
  • Wie hoch ist der Bezugspreis bei externer Herstellung bzw. wie hoch sind die Herstellungskosten bei interner Herstellung?
  • Gibt es bei externer Herstellung noch internen Aufwand für eine Nachbearbeitung? („Fertigstellen” der Kennzeichen)

2.2 Herstellung der Kennzeichen

  • Welche/s Verfahren kommt/kommen zum Einsatz?
  • Kann die Kennzeichenherstellung intern erfolgen? Wo kann das Kennzeichnungssystem zum Einsatz kommen?
  • Bei Interesse an bestimmten Verfahren: Welche Besonderheiten sind zu beachten?
    • Werden spezielle Materialien/Komponenten benötigt?
    • Ist der Einsatz von Fachpersonal erforderlich?
    • Sind eventuell Einrichtungen wie eine Absauganlage erforderlich?

2.3 Anforderungen an die Kennzeichen

  • Warum soll die Änderung/Umstellung stattfinden? Ist zum Beispiel die Qualität der bisherigen Kennzeichen nicht mehr ausreichend?
  • Welche Beständigkeiten müssen die Kennzeichen aufweisen?
    Z. B. geforderte Beständigkeiten:
    • Kratzbeständigkeit
    • Bewitterungsbeständigkeit
    • UV-Beständigkeit
    • Lösemittelbeständigkeit
    • Beständigkeit gegen Öl und Fett
    • Beständigkeit gegen Säuren oder Laugen
    • Beständigkeit gegen Hitze oder Trockeneisreinigung
  • Welche Inhalte/Funktionen sollen realisiert werden?
    • 2D-Codes
    • RFID-Technik
    • Farbiger Druck
    • Schwarzer Druck
    • Wechselnde Inhalte

2.4 Eigenschaften der Kennzeichen

  • Welche Schildformate sind notwendig? 
  • Welches Material ist gewünscht bzw. soll gekennzeichnet werden? Müssen unterschiedliche Materialien gekennzeichnet werden? (Metalle, Kunststoffe, Folien)
  • Welche Materialstärke der Kennzeichen wird gefordert und wieso?
  • Wie soll die Montage der Kennzeichen erfolgen und wieso auf diese Art? (Kleben, Schrauben, Nieten)

Ermittlung des Kennzeichnungsverfahrens: Die iWiK-App gibt Anwendern eine erste Hilfestellung, um anhand einer 10-Fragen-Liste zu ermitteln, welche/s Herstellungsverfahren ihrem individuellen Bedarf entspricht/entsprechen.

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3. Erarbeitung einer individuellen Kennzeichnungsstrategie

Jeder Unternehmensbereich wird häufig bei der Thematik „Kennzeichnung“ separat behandelt. In den seltensten Fällen gibt es ein werksübergreifendes Konzept bzw. einen Kennzeichnungsstandard. 

Zu den Vorteilen einer individuellen Kennzeichnungsstrategie gehören:

  • Standardisierung sämtlicher unternehmensinternen Kennzeichen
  • Organisation der Kennzeichenherstellung und -beschaffung
  • Eindeutigkeit der einzusetzenden Schilder, auch standortübergreifend
  • Ein Dokument, statt vieler, zum Teil veralteter Unterlagen
  • Qualitätssicherung dank definiertem Standard
  • Einbezug des Corporate Designs (Farben, Logos etc.)

Weitere Informationen zur Erarbeitung einer erfolgreichen Kennzeichnungsstrategie sind auch im Blog-Beitrag „In 5 Schritten zur erfolgreichen Kennzeichnungsstrategie” beschrieben.

Denken Sie aktuell über eine Änderung Ihrer Kennzeichenbeschaffung nach? 
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Themen:WirtschaftlichkeitKennzeichnungsstrategieIndustrielles Kennzeichnen